Freizeitbereich - Alles ausser Reparaturen und Technik!45 km/h-Autos: Braucht man dafür einen Autoführerschein?

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shogun
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45 km/h-Autos: Braucht man dafür einen Autoführerschein?

Beitrag von shogun »

aus Yahoo de kopiert vom Marius Börgmann https://de.yahoo.com/nachrichten/45-km- ... 09002.html

Für ein 45-km/h-Auto ist kein Autoführerschein der Klasse B erforderlich. Nach Paragraph 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung genügt die Klasse AM, die bereits mit 15 Jahren erworben werden kann. Wer einen Pkw-Führerschein besitzt, darf die Fahrzeuge ebenfalls steuern, weil Klasse B auch AM einschließt. Eine Mofa-Prüfbescheinigung reicht dagegen nicht aus.

Bis zum 16. Geburtstag gilt AM nur in Deutschland
Die sogenannten Mopedautos gehören üblicherweise zur Fahrzeugklasse L6e. Sie dürfen höchstens 45 km/h erreichen, eine Dauerleistung von maximal 6 kW besitzen und mit höchstens zwei Sitzplätzen ausgestattet sein. Für schnellere L7e-Versionen ähnlicher Modelle reicht AM nicht aus. Dafür ist in Deutschland ein Autoführerschein der Klasse B erforderlich.

Wer die Klasse AM bereits mit 15 Jahren erwirbt, darf sie bis zum 16. Geburtstag nur innerhalb Deutschlands nutzen. Das schreibt Paragraph 10 der Fahrerlaubnis-Verordnung vor. Da die praktische Ausbildung häufig auf einem Zweirad erfolgt, empfiehlt der ADAC, sich zusätzlich mit dem Fahrverhalten des vierrädrigen Leichtfahrzeugs vertraut zu machen.

Autobahnen und Kraftfahrstraßen sind tabu
Auf gewöhnlichen Straßen dürfen die kleinen Fahrzeuge grundsätzlich fahren. Dazu zählen auch Land- und Bundesstraßen, sofern der jeweilige Abschnitt nicht anders beschildert ist. Außerhalb geschlossener Ortschaften fällt der Geschwindigkeitsunterschied zu anderen Fahrzeugen allerdings besonders groß aus.

Autobahnen und Kraftfahrstraßen dürfen 45-km/h-Autos nicht benutzen. Nach Paragraf 18 der Straßenverkehrs-Ordnung sind dort nur Fahrzeuge erlaubt, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit mehr als 60 km/h beträgt. Das gilt auch für innerstädtische Ringabschnitte und Einfallstraßen, sobald sie mit dem blauen Kraftfahrstraßen-Schild gekennzeichnet sind.

Die günstigsten Modelle kosten rund 8.000 Euro
Zu den bekanntesten elektrischen Modellen zählen der Citroën Ami, der Opel Rocks und der Fiat Topolino. Die drei Fahrzeuge stammen aus dem Stellantis-Konzern und nutzen weitgehend dieselbe Technik. Weitere Angebote sind beispielsweise der Microlino Lite und der Silence S04. Hersteller wie Aixam und Ligier verkaufen außerdem Modelle mit Elektro- oder Verbrennungsmotor.

Stand Juli 2026 nennt Citroën für den Ami einen Einstiegspreis von 7.990 Euro. Der Opel Rocks liegt bei 7.990 Euro und für den Fiat Topolino werden regulär 9.990 Euro fällig. Zeitlich begrenzte Rabatte können die Kaufpreise reduzieren, während Modelle spezialisierter Hersteller deutlich teurer sein können.

Versicherungskennzeichen statt Zulassung
Ein 45-km/h-Auto muss nicht wie ein normaler Pkw bei der Zulassungsstelle angemeldet werden. Notwendig sind eine Haftpflichtversicherung und ein jährlich wechselndes Versicherungskennzeichen. Eine regelmäßige Hauptuntersuchung ist nicht vorgeschrieben, auch Kfz-Steuer fällt laut ADAC nicht an.

Bei der Sicherheit gelten allerdings geringere gesetzliche Anforderungen als für normale Pkw. Airbags, ABS oder ESP können je nach Modell fehlen. Der DEKRA-Verkehrssicherheitsreport beschreibt Crashtests mit einem Citroën Ami und einem Aixam Access bei 45 km/h. Bei beiden Modellen traten Belastungen auf, die für die Insassen potenziell tödlich sein können. Käufer sollten deshalb auch die Sicherheitsausstattung des konkreten Fahrzeugs prüfen.

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